Parque National de la Caldera de Taburiente
Der Nationalpark auf der kanarischen Insel La Palma
La
Palma ist eine der Kanarischen Inseln im Atlantik – nicht
die größte, aber auch nicht die kleinste. Alle Kanarischen
Inseln sind wunderschön und überall gibt es den sog. ewigen
Frühling. Doch hat eben jede Einzelne auch ihre ganz speziellen
Eigenheiten und Sehenswürdigkeiten.
Auf La Palma gehört zu den sehenswerten Stätten auf jeden Fall der Parque National de la Caldera de Taburiente.
Was ist eigentlich eine Caldera?
Caldera ist die Bezeichnung für einen durch abfließende Lava nach einem Vulkanausbruch entstandenen tiefen Kessel. Dieser Kessel kann durch Lava gefüllt werden oder es entstehen in ihr wieder neue Vulkankegel, wie z.B. beim Vesuv oder sie füllen sich mit Wasser,...
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, wie sich der Kessel entwickelt.
Die Caldera de Taburiente ist ein Senkkrater,
und zwar der größte der Welt. Und diese gigantische Senke ist 1954
zum Nationalpark ernannt worden – dem Parque
Nacional de la Caldera de Taburiente.
Den Wissenschaftlern folgend sollen sich hier vor ca. 1 Millionen Jahren einige Vulkane befunden haben. Ausbrüche, austretende Lava und Regenwasser haben dann zum Einsturz geführt und diesen riesig großen Kessel gebildet.
Noch heute gibt es den damals entstanden Abfluss – die Schlucht Barranco de las Angustias (Schlucht der Todesängste).
Der
Krater hat einen Durchmesser von rund neun Kilometer
und einen Umfang von 28 Kilometer.
Der nördliche Rand erreicht eine Höhe von rund 2.400 m und ist damit auch die höchste Erhebung auf La Palma.
Im 15. Jahrhundert haben sich die Ureinwohner von La Palma hier vor den spanischen Eroberern unter Alonso Fernández versteckt und ihren Widerstand organisiert.
Der Roque Idafe – eine Felsnadel inmitten des Kraters – hatte eine besondere Bedeutung für die Ureinwohner. Um einen Zusammenbruch des Felsen zu verhindern, haben sie Tieropfer gebracht. Sie nahmen an, dass diese Felsnadel aus Basalt die Stütze zwischen Himmel und Erde war.
Die Caldera de Taburiente ist ein Muss für jeden
Naturliebhaber. Hier gibt es eine große Vielfalt von Pflanzen wie
Feigenkakteen, Agaven, Aloen,
Dattelpalmen und Drachenbäumen.
Weiter oben in den Bergen dann Kiefernwälder.
Der Parque National de la Caldera de Taburiente ist ein Wanderparadies. Es gibt keine Straßen hier und Wanderungen sind die einzige Möglichkeit ihn zu erkunden.
Ein Grund mehr diesen Park zu besuchen. Hier finden Sie Ruhe und Erholung in faszinierender Natur, hier können Sie frische Energien tanken und Ihre Seele baumeln lassen. Aber vergessen Sie nicht Proviant mit zu nehmen – Wandern macht hungrig und durstig.
Es
gibt nur sehr wenige Zugänge zur Caldera. Der Hauptzugang
ist die Schlucht Barranco de las Angustias und
ein weiterer sehr bekannter Zugang ist am Aussichtspunkt
La Cumbrecita. Hier steht auch das Besucherzentrum,
in dem Sie alles Wissenswerte über den Park und die Entstehung erfahren.
Auch geführte Wanderungen werden hier angeboten.
Weitere Aussichtspunkte sind Ziele für leichtere Wanderungen. Einen Abstieg in die Caldera sollten allerdings nur geübte Wanderer angehen.
Kommentare zum Taburiente-Nationalpark auf La Palma:
Kennen Sie weitere Details oder haben Sie Tipps zum Nationalpark Caldera de Taburiente auf La Palma, geben Sie doch bitte einfach einen Kommentar hier ab:
Nadine, 28.03.11
Am besten finde ich das Teleskop! Ich finde schade, daß man jetzt noch ein größeres in Chile oder so bauen will, denn auf la Palma ist schon alles fertig: Zufahrtsstraßen usw... auch die Nachtbeleuchtung auf der ganzen Insel richtet sich nach dem Observatorium, deshalb ist es in der Nacht recht dunkel auf der Insel. Das Observatorium braucht einen dunklen Sternenhimmel ohne Licht von unten.
Ferdinand, 9.02.10
Ein Paradies zum Wandern und für verschiedene Ausflüge! Dieser Lorbeerwald ist ja wie aus einem Märchen und die endemischen Pflanzen sind was besonderes.
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