Auswandern allgemein
Um über das Auswandern nach La Palma zu schreiben, muss man die Sichtweisen der „Überlebenden“ sehen.
Die Unterschiede zwischen Rentnern, arbeitenden Auswanderern und den Einheimischen sind sehr gross. Integration gehört leider nicht sehr oft zu den Tugenden der Zuziehenden.
Da La Palma „südamerikanisches“ Blut hat, gehören die Venezuelaner und die Kubaner fast zur Familie der Palmeros. Nahtlos geht das Leben der verschiedenen Landsleute ineinander über. Anders bei den Nördlichen Zuwanderern. Wenn man bedenkt, das La Palma für die Festlandspanier das Ostfriesland der Deutschen ist, kann man verstehen, das da das Zusammenleben auch nicht immer perfekt abläuft. Und dann die deutschen Landsleute, vom Millionär bis zum Auswandernden Langzeitarbeitslosen ist hier alles vertreten. Teilweise haben sie auch etwas miteinander zu tun, was auch nicht immer klappt.
Die Verbindung zu den Einheimischen ist eher zurückhaltend, genauso das „Spanischsprechenwollen- können“. Das liegt häufig daran, das die meisten Auswanderer Frührentner, Rentner oder Frühaussteigende Personen sind die einfach ihr finanzielles Auskommen haben und daher kaum mit den Einheimischen zu tun bekommen. Wenn einmal eine Immobilie und ein Auto vorhanden ist, gibt es nur noch wenig zu erledigen. Behördengänge übernehmen dann Nachbarn oder „Freunde“ die dann Spanisch können. Dann gibt es noch die arbeitende Klasse, die mit etwas Glück sogar bei Einheimischen arbeiten kann, oder zumindest dadurch mit den Einheimischen in Kontakt kommen. Die wahrscheinlich beste Variante des Auswanderns ist das Einheiraten. In die Spanische Familie wird man eingesogen und braucht sich dann keine Gedanken mehr um einen Job oder anderer Hürden zu machen, geschweige denn wann der nächste Spanischkurs beginnt.














